TORKY TORK – DAS ENDE EINER MONDSCHEINFAHRT (1972, PR110)

Title: Das Ende Einer Mondscheinfahrt
Genre: Music Video
Year: 2013
Duration: 02:21
Format: 16:9, Full HD, B/W, Found Footage
Sound: Stereo
Premiere: Juice Magazine (Germany)
Links: JUICEMAG

Concept: Christian Limber
Montage: Christian Limber
Production: Torky Tork, Christian Limber
Year: 2013

Musician: Torky Tork (London, UK)
LP: PR-110
Master: Kova
Artwork: Frank Höhne
Year: 2013
Links: HHV

Torky Tork ist ein in Berlin ansässiger Hiphop-Produzent und Beatmaker, der seit den 2000er Jahren in der deutschen Rapszene aktiv ist. Sein Produktionsstil basiert maßgeblich auf dem Einsatz von Samples, für die er bevorzugt in der deutschen Musikgeschichte recherchiert – darunter Veröffentlichungen des DDR-Labels Amiga sowie Soundtracks der Krimiserie Polizeiruf 110. Detektor FM

Als Produzent hat er unter anderem mit Audio88 & Yassin, Döll, Dendemann und Eloquent zusammengearbeitet. JUICE Gemeinsam mit dem Rapper DoZ9 bildet er das Duo T9, das bislang mehrere Alben veröffentlicht hat, darunter R.I.F.F.A. (2016) und Plastik aus Gold (2017).

Neben seiner Musikproduktion ist Torky Tork als freier Fotograf tätig. Im Jahr 2008 reiste er nach Syrien, wo er auf Flohmärkten Vinyl und Audiomaterial arabischer Künstler erwarb, das er anschließend zum Beat-Tape Syria verarbeitete. Allgood

Seit 2021 veröffentlicht er unter dem Titel AKA DER COACH eine eigene Produzentenalbum-Reihe, deren zweiter Teil 2023 erschien. Auf den Projekten wirken zahlreiche Künstler aus dem deutschen Untergrund-Rap mit, darunter Audio88, Dendemann, Fatoni und Döll. Musikexpress

Seinen Produktionsprozess beschreibt Torky Tork selbst als Kombination aus Sample-basierter Arbeit in Ableton Live und dem Einsatz einer MPC, wobei das Sampling nach eigener Aussage nach wie vor den größten Anteil seiner Arbeit ausmacht. HHV Mag

About PR-110

Der Berliner Beatmacher Torky Tork hat mit »PR-110« ein Instrumental-Album der besonderen Art veröffentlicht. Ein solch klares und stringentes Konzept findet man nämlich selten bei reinen Instrumental-LPs. Wie der Titel schon andeutet, basieren die Samples auf der DDR-Krimireihe »Polizeiruf 110«. Das sorgt dafür, dass die Beats klingen, als wären sie für ein Hörspiel gemacht worden. Neben typischen Radiokrimi-Klängen, die eine brenzlige, bedrohliche Atmosphäre schaffen, findet man viele Schnipsel von Dialogen aus dem »Polizeiruf 110«. Dabei ist jeder Track nach einer bestimmten Folge benannt und lässt sich als Hommage an jene verstehen. Dieses Konzept sorgt für einen roten Faden und gibt den traditionellen Boom Bap-Beats einen neuen Twist. Jeder einzelne Track erzählt eine kleine Geschichte für sich. Leider beziehen sich die einzelnen Anspielpunkte inhaltlich nicht aufeinander, sodass sich kein großes Ganzes ergibt. Die Beats gehören im Kontext des Albums zwar zueinander, stehen aufgrund ihrer Zuordnung zu einer Folge aus einer Zeitspanne von 16 Jahren allerdings für sich alleine. Zusammen laden sie dazu ein, sich in eine Welt voller krummer Geschäfte und spannender Fälle zu entführen zu lassen. Text: Julia Losert, HHV Mag